Hermann Kaufmann erhält den Spirit of Nature Wood Architecture Award 2010
Datum
September 2010
Text- und Bildrechte
Quelle: vol.at 10. September 2010
Projektinfo

Hermann Kaufmann erhält den Spirit of Nature Wood Architecture Award 2010

Der finnische Preis für Holzarchitektur Spirit of Nature geht heuer an den Vorarlberger Architekten Hermann Kaufmann.

Die Jury stützte ihre Entscheidung ausdrücklich auf Kaufmanns Lebenswerk. Die Arbeit des 1955 geborenen Österreichers sei geprägt durch Nachhaltigkeit, Schönheit und Funktionalität. Die Preisverleihung fand am 10. September in der Sibelius Hall in Lahti statt.

Der Chef der Jury, Professor Matti Rauttiola schrieb in der Aussendung zur Preisvergabe: Kaufmann reiht sich mit seiner Arbeit in die Generationen alte Tradition ein. Er baut aus Holz, er baut nachhaltig und schön, er baut mit Menschen und für Menschen. Mit dem Spirit of Nature Holzarchitekturpreis werden seine jahrzehntelange, Länder überschreitende Arbeit und sein Lebenswerk gewürdigt.

Seine ansprechenden, kompromisslos ausgearbeiteten Details basierten in erster Linie auf Funktionalität, Haltbarkeit und einem feinen Gespür für das Material sowie ihrer konkreten, greifbaren Erscheinung, die nur in einer nahtlosen Zusammenarbeit von Architekt und Bauarbeitern entstehen kann, heißt es dort weiter. Dank seinem ausgeprägten sozialen Gewissen und seines ambitionierten Wirkens hat er eine Architektur hervorgebracht, die sich mit ihrem Modernismus gut in die Umwelt integriert.

Der Preis wird seit dem Jahr 2000 alle zwei Jahre vergeben und ist mit 40.000 Euro dotiert. Vor Kaufmann erhielt den Preis der Italiener Renzo Piano, Kengo Kuma aus Japan, Richard Leplastrier aus Australien, der Schweizer Peter Zumthor sowie vor zwei Jahren der Chilene José Cruz Ovalle.

Hermann Kaufmann ist neben seiner Arbeit als Architekt seit 2002 als Professor an der Technischen Universität München tätig. Neben der Neugestaltung von Gebäuden befasst er sich intensiv mit Restauration. Kaufmann stammt aus einer Vorarlberger Handwerkerfamilie. Bereits 2007 wurde er mit dem Global Award for sustainable architecture ausgezeichnet.

Kaufmann über sich selbst: Ich bin ein Architekt, der sich in Werkshallen und auf Baustellen wohler fühlt als im Atelier und am Reißbrett. Beide Aspekte haben eine wichtige Aufgabe: Der Architekt in mir sorgt dafür, dass aus einfach nicht banal wird und der Handwerker verhindert, dass Dinge nicht übermäßig kompliziert werden.