Transformation eines landwirtschaftlichen Nutzbaus
in einen stimmungsvollen Raum für festliche Anlässe,
zur Dokumentation der lokalen Geschichte.
Alberschwende ist eine Gemeinde am Übergang vom
Bregenzerwald zum Rheintal, hat 3000 Einwohner, liegt
auf über 700 m Seehöhe. Der charakteristische Dorfkern
mit Kirche, Rathaus, Gasthaus und Wohnhäusern samt
Scheunen und Ställen ist noch erhalten. Allerdings sind
gerade die landwirtschaftlichen Nebengebäude in den
Dörfern oft längst stillgelegt, ihre Erhaltung und Neunutzung
ist dennoch für die Identität der Siedlungsstruktur
wesentlich. Der alte Stall in Alberschwende gehörte zum
so genannten Mesmerhaus und steht in zweiter Reihe zum
Dorfkern. Die Gemeinde unter Bürgermeister Walter Rüf
beschloss, den Bau als kleines landwirtschaftliches Museum
sowie als speziellen Ort für kleine Veranstaltungen,
Tagungen, Konzerte, Feste neu zu nutzen. Bei der Adaptierung
wurde möglichst viel von der Bausubstanz erhalten,
für die nötigen Ergänzungen und Einbauten benutzte man
lokale Weißtanne. So entstand auch eine selbstverständliche
Erweiterung der Form- und Materialsprache des Ortes,
ein Dialog zwischen den abstrahierenden Details der neuen
Konstruktionen und den alten Bauteilen mit ihren rohen
Oberflächen, die von der Handwerkstradition und den
einst viel härteren Lebensbedingungen zeugen. Die neue
Nutzung wird vor allem durch zwei große Lichtöffnungen
und die breite Zugangsbrücke signalisiert.
Text: Otto Kapfinger "Hermann Kaufmann Wood Works"