Bauherr: Gemeinde Schnepfau Immobilienverwaltungs GmbH & Co KEG
Fertigstellung: 2005
Kooperation: Arch. Jakob Albrecht Projektleitung:DI Stefan Hiebeler Mitarbeit:DI Julia Nägele - Küng Bauleitung:Bmst. Wolfgang Elmenreich Tragwerksplanung: GBD - Diem Schuler Pfefferkorn, Dornbirn HLS Planung: Michael Gutbrunner, Dornbirn Elektroplanung: Ing. Willi Meusburger, Bezau Bauphysik / Akustik: Ing. Karl Brüstle, Dornbirn
Weiterbauen, aktualisieren, weiterdenken – auch den
Bestand der regionalen Architekturmoderne aus der
Aufbruchsphase der 1960er-Jahre.
Das 1968 errichtete Gebäude bildet im Trio mit Kirche und
Gemeindehaus die Mitte dieser Gemeinde im Zentrum des
Bregenzerwaldes. Von Jakob Albrecht geplant, vereinte der
Bau Schule, Kindergarten und Mehrzwecksaal unter einer
bewegten, funktionsbedingten Staffelung von flachen
Satteldächern und Pultdächern, zur Lichtführung zum Teil
asymmetrisch aufgebrochen und gegeneinander verschoben.
Mit ihrer strengen Materialsprache und den modularen
Holz-Glas-Rastern der Fensterpartien harmonierte
das gegliederte Volumen mit den lokalen Maßstäben, ohne
direkt Anleihen bei den Bauernhäusern zu nehmen. Der
Bau wurde nun technisch und funktional auf den neuesten
Stand gebracht. Die Außenhülle – Dach, Fassade und
Fenster – und die Haustechnik wurden grundlegend saniert
sowie die Innenausstattung samt Möblierung erneuert.
Der Schulbereich erhielt an der Nordecke eine Verlängerung
des Obergeschosses, wo ein neuer Werkraum sowie
Sanitärbereiche und Garderoben für den Turn- und Veranstaltungssaal
hinzukamen. Der vorher gegebene Rhythmus
von weißen, massiven Querwänden und dazwischen eingespannten,
dunklen Holz-Glas-Fronten hat sich gewandelt
in die Dualität des bündig verschalten, auskragenden Holz-
Körpers mit dem formal ebenfalls gestrafften Sockel des
Erdgeschosses aus weißen Wandscheiben und raumhohen
Verglasungen.
Text: Otto Kapfinger "Hermann Kaufmann Wood Works" (Otto Kapfinger)