Frastanz, industriell geprägt, liegt bei Feldkirch zwischen
Rheintal und Arlberg. Hier sind, anders als im Bregenzerwald,
die Vektoren globalisierter Gegenwart ungehindert
präsent. Ein Flachdach ist kein Thema stilistischer Debatte
mehr, ein Swimmingpool gehört zum Alltag – auch wenn
er so nobel geformt ist wie bei diesem Haus. Gebäude und
Pool sind am Ortsrand gelegen und dicht von anderen
Häusern umgeben. Nach Westen reicht die Sicht weit bis
zu den Schweizer Bergen.
Man betritt das Haus von Osten
am höchsten Punkt, gelangt gleich in die Wohnebene, die
sich südwärts schwellenlos in den Garten öffnet. Der Freiraum
ist an zwei Seiten mit Mauern abgegrenzt, an der
dritten durch den Pool, der den Geländesprung an der Nordwestseite
markiert. Der flache Hang ist so genützt, dass
die Schlafbereiche in ein Untergeschoss gelegt sind, mit
Belichtung von Westen. Das Streben nach räumlicher Geborgenheit
einerseits und nach größtmöglicher Öffnung
auf Garten und Aussicht andererseits prägte den Entwurf
und letztlich die Form des in die Nordostwand weitergezogenen
Daches: Es synthetisiert Abschirmung und Öffnung
in einer einzigen Geste. Trotz großer Glasflächen wird
wenig Energie verbraucht, Heizung und Lüftung funktionieren
mit Wärmerückgewinnung, die Warmwasserbereitung
über Sonnenkollektoren. (Otto Kapfinger - wood works)