Projektleitung:DI Rolf Ennulat Mitarbeit:DI Stefan Hiebeler, DI Nives Pavkovic Kostenplanung:Bmst. Ing Norbert Kaufmann Tragwerksplanung: M+G Ingenieure, DI Josef Galehr, Feldkirch HLS Planung: GMI Ingenieure, Dornbirn Elektroplanung: Ing. Willi Meusburger, Bezau Bauphysik / Akustik: DI Dr. Lothar Künz ZT GmbH, Hard, Ing. Karl Brüstle, Dornbirn
Durch ein intensives Bürgerbeteiligungsverfahren und
einen offenen Diskussionsprozess kam man in der Gemeinde
zu dem Schluss, Schule und Gemeindesaal am ursprüng -
lichen Standort zu belassen, jedoch neu zu interpretieren.
Die bestehende vierklassige Volksschule genügte zwar in
der Klassenzahl und -größe, die nötigen Nebenräumlichkeiten
fehlten aber gänzlich. Der bestehende Saal war
ebenfalls funktional sehr mangelhaft. Deshalb wurde das
Gebäude bis auf die Klassen abgetragen. Um die gemauerten,
mit Holzdecken versehenen Klassenräume wurden
eine neue Hülle und neue straßenseitige Raumschichten
in Holz wieder aufgebaut, wobei die äußere Erscheinung
in den Proportionen ziemlich erhalten blieb. Wegen der
kurzen Bauzeit kam auch für den Neubau des Saales nur
Holz infrage. Er wurde als flachgedeckter Kubus quer an
den steilgedeckten Schulteil angesetzt und unter dessen
Traufe bis zur Straße „durchgeschoben“.
In einer „repetition different“ zur Schindelung des Bestandes ist der Saal mit
horizontaler Lärchenverschalung ausgeführt; Wand- und
Deckenelemente bestehen aus Tannenholz von den lokalen
Gemeindewäldern, die Fassaden aus Lärchenholz. Die
Stirn wand ist als thermischer Kollektor ausgebildet, Energie
wird in Pufferspeicher und in die massive Kellerdecke
eingespeichert, was annähernd dem Niedrigenergiestandard
entspricht. (Otto Kapfinger)