Projektleitung: Wolfgang Bilgeri Kostenplanung:Bmst. Ing Norbert Kaufmann Bauleitung: Harald Seidler Tragwerksplanung Holzbau: merz kaufmann partner GmbH, Dornbirn Tragwerksplanung Massivbau: Mader & Flatz Ziviltechniker GmbH, Bregenz Bauphysik / Akustik: DI Dr. Lothar Künz ZT GmbH, Hard Grünraumplanung: DI Barbara Bacher, Linz
Ein Hightech-Betrieb erster Güte in einem Holzgehäuse
feinster Modernität: Holz gibt innen das Etui für die
Computerwelt, außen die Resonanz zum Ort.
Dorner Electronic entwickelte schon in den 1960er-Jahren
elektronische Geräte für einen Großauftrag in Russland
und wuchs seither vom Zwei-Mann-Unternehmen zum
heutigen Stand mit 90 Mitarbeitern. Die konsequente
Betreuung primär von betonerzeugenden Firmen mit Softund
Hardware für die Steuerung von Mischanlagen, Prüfverfahren,
Fertigteil- oder Transportlogistik hat der Firma
weltweit die Marktführerschaft gebracht. Die erste Betriebsstätte
wurde 1977 von Leopold Kaufmann entworfen,
auch die erste Erweiterung. Das starke Wachstum verlangte
eine großzügige, vorausschauende Expansion. Die schon
im Altbau angedachte Aufstockung wurde nun umgesetzt.
Üblicherweise wollen Firmen dieser Branche ihr Selbstverständnis
durch Hightech-Materialien darstellen. Da dieser
Betrieb im „Holzland Bregenzerwald“ beheimatet ist und
in erster Stufe schon hauptsächlich in Holz gebaut war, lag
es trotz mancher Bedenken nahe, sich im natürlichen, mit
der Zeit verwitternden Material der Region zu präsentieren.
Der leicht auskragende, hölzerne Aufbau ist mit innen
liegenden Stützen und von Lasten freien, durchgehenden
Fensterbändern auf die Bestandsstruktur aufgesetzt. Das
Volumen wurde verdoppelt, der Bau ist aber feingliedriger
und zugleich eindeutiger als vorher in die regionale Szenerie
eingebunden.
Text: Otto Kapfinger "Hermann Kaufmann Wood Works"